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Freitag, September 30, 2005

Working Class Hero (David Bowie)

Was ist nur los? Hab ja schon ewig nichts mehr geschrieben!
Tja könnte z.B. daran liegen, dass ich seit dem Ende meines Urlaubs, also seit dem 17.09. ständig arbeite. Zwei angeblich freie Tage zeigt zwar mal mein Dienstplan an. Aber kann man mir mal jemand sagen, was das für ein freier Tag ist, wenn man zuvor Nachtschicht hatte? Man liegt bis um drei im Bett und damit ist dieser Tag quasi auch schon wieder vorbei. Fakt ist auf jeden Fall, dass es seit dem 17.09. keinen Tag gab, an dem ich nicht im Hotel war und daran wird sich auch bis zum 07.10. nichts ändern. Tolle Aussichten!!!


Für den 08.10. haben wir uns dann aber was Besonderes vorgenommen. Eine kleine Wanderung steht an, wenn alles gut geht, dann sogar ohne Jesper (Omma sei Dank!).
Unser Ziel liegt im Bergischen Land, in der Nähe von Remscheid. Der 13km lange Rundweg liegt in der Nähe der Müngstener Brücke und führt auch an Schloss Burg vorbei.
Ich denke 13 Kilometer sollten uns als Anfänger nicht überfordern. Das Schönste an einem neuen Hobby ist natürlich, dass man sich neues Equipment kaufen kann. Das Wichtigste beim Wandern sind natürlich die…Schuhe, genau. Inkki hat schon ein Paar gefunden und gekauft (ich glaube sogar auch schon bezahlt) und ich habe mir immerhin schon ein Paar ausgesucht. Die sollen dann aber ein Geburtstagsgeschenk werden und darum muss ich erst mal mit meinen ollen Joggingschuhen an den Start gehen. Außerdem haben wir noch einen schönen Jack Wolfskin Rucksack geholt. Ein gutes Schnäppchen. Vielleicht erscheint das überflüssig, aber hier darf man wirklich nicht am falschen Ende sparen. Ein üblicher City-Rucksack liegt nach wenigen Schritten so schwer auf dem Rücken, dass man unweigerlich einen nassen Rücken bekommt. Das ist störend, ekelhaft und darum unbedingt zu vermeiden.
Wir werden natürlich unseren Fotoapparillo nicht vergessen und den geneigten Leser via Fotoblog an unserer Tour teilhaben lassen.

Donnerstag, September 22, 2005

Nothing’s free (Alice Cooper)


Da hat der gute alte Alice Cooper aber mal richtig Unrecht. Es gibt doch was umsonst und zwar seit gestern den genialen Opera-Browser!
Bisher musste man in der kostenlosen Version immer einen unschönen Werbebanner in Kauf nehmen, doch seit gestern ist das nicht mehr so. Scheinbar will Opera seinen weltweiten Marktanteil von z.Z. etwa einem Prozent deutlich steigern und bietet seinen Browser in der Version 8.5 nun zum freien Download an.
Ich benutze die Version 8.01 schon seit einem halben Jahr und schwöre drauf. So komfortabel habe ich bis dato noch nie gesurft. Eine Seite zurückblättern? Einfach rechte Taste gedrückt halten und linke Taste drücken. Eine Seite vorblättern? Gleiches Spielchen umgekehrt. Herrlich! Ich hab mich da schon so dran gewöhnt, dass ich auch bei anderen Browsern automatisch so zu navigieren versuche um dann festzustellen: Mist, ist ja gar kein Opera.
Auch toll ist der integrierte RSS-Reader. Bei jedem Start sehe ich sofort auf welchen abonnierten Seiten sich was getan hat.
Cool ist auch die Sprachsteuerung. Mit einem Headset läßt sich so noch bequemer surfen und auf Wunsch liest mir Opera die aktuelle Seite sogar vor. Hier gibt's nen Überblick über alle Funktionen.

Montag, September 19, 2005

Delusion & Confusion (Daniel Johnston)

Der Tag danach. Nix is klar.
Fischer sagt, Merkel werde keinesfalls Kanzlerin. Müntefering sagt, die SPD werde an Schröder festhalten. Stoiber sagt, Schröder werde keinesfalls Kanzler. Gu-ido sagt, mit Schröder ginge gar nichts mehr.

Mir ist das Ganze irgendwie unsympathisch. Auch und gerade das Verhalten meiner Partei. Was soll dieser Versuch, CDU und CSU auseinander zu dividieren und darauf zu beharren, die stärkste Partei zu sein? Kann doch nur einen Sinn haben: die SPD sucht erneute Neuwahlen und hofft ihren Aufwärtstrend weiter fortsetzen zu können und dann tatsächlich als stärkste Fraktion dazustehen. Wie Schröder nach seinem gestrigen Auftritt allerdings noch dran glauben kann, die Herzen der Wähler flögen ihm nur so zu? Mir schleierhaft.

Es gibt doch nur zwei ernsthafte Alternativen. Entweder eine große Koalition unter Unionsführung oder Neuwahlen. Schwarz-Gelb-Grün wird nie zustande kommen (wenn doch ist das Selbstmord der Grünen) und auf einen Kanzler Schröder wird sich keine andere Partei einlassen.

Sehr interessant finde ich ja nach Wahlen immer, das Ergebnis meines eigenen Wahllokals zu sehen. Sagt doch immer ziemlich viel über die Nachbarschaft aus und mit unserer Nachbarschaft bin ich sehr zufrieden. Fast 40% Zweitstimmen für die SPD und 17% für die Grünen.
Ganz anders war das noch vor unserem Umzug. Unvergesslich zum Beispiel die Wahlbeteiligung in meinem Wahllokal in Rath bei der Europawahl 2004: 18,7%!!!


Genug mit Politik. "And now to something completely different."
Gestern rief Martijn aus Korea an. Es geht ihm ganz gut, er fühlt sich aber ziemlich isoliert dort. Kein Wunder. In einer Stadt von 100.000 Einwohnern gibt es gerade mal 30 Nicht-Asiaten. Da kann man sich schon mal wie ein Außerirdischer vorkommen.
Heute schrieb er dann in einer e-mail, dass er sich ein Headset besorgt hat. Jetzt können wir also demnächst kostenlos miteinander sprechen. Google-Talk sei Dank!

Jesper spielt momentan unentwegt mit seinen Duplo-Steinen. Er hat auch genaue Vorstellungen welche Figur wen aus unserer Familie darstellen soll. Also haben sich heute mal alle zum Familienfoto aufgestellt:




Eigentlich sollte ich mich jetzt noch etwas hinlegen, denn es steht nach langer Zeit mal wieder 'ne Nachtschicht auf dem Programm. Unser Haus ist fast voll und ich hoffe nur die ganzen Messegäste lassen mich schön in Ruhe und kommen nicht mit zig Extrawünschen. Besonders gut haben so was immer die Südostasiaten und Inder drauf. Kaum sind die mal in der zivilisierten Welt müssen sie unbedingt ein dickeres Kissen, ein drittes oder viertes Handtuch und gerne auch noch einen Kamm haben. Okay, sollen sie haben, immerhin zahlen sie ja auch Messepreise.

Also dann mal "Gut's Nächtle!"


Sonntag, September 18, 2005

Stayin' alive (Bee Gees)

Unfassbar!!!














Verloren und doch gewonnen. Kurz bevor Gerhard Schröder gegen halb acht seine Rede hielt habe ich noch 'ne SMS an Elmar geschickt: "Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Schröder Kanzler bleibt. Weiss aber auch noch nicht wie."

Langsam deutet sich an, dass es tatsächlich so kommen kann. Wie auch immer, Gerhard Schröder kann gar nicht mehr verlieren, nur mit seinem Auftritt in der Elefantenrunde hat er sich und den Genossen keinen Gefallen getan. Seine Selbstsicherheit hat mir immer imponiert, seine aufreizende Arroganz am heutigen Abend war mir bisweilen jedoch fast schon peinlich.

Angela (Mötley Crue)

Ja gut, ich weiß, die Amzszeit unseres Bundeskanzlers endet erst im Oktober. Rein gefühlsmäßig ist für mich heute der letzte Tag in "Rot-Grün".

Die taz führt uns noch mal abschließend vor Augen, was wir demnächst alles vermissen werden.

Und was kommt? Einen ersten Eindruck kann man sich schon mal in Nordrhein-Westfalen verschaffen. Die Rüttgers-Regierung hatte nach der Übernahme der Regierungsgeschäfte nichts Eiligeres zu tun, als erst mal die Errichtung von neuen Windkraftanlagen zu erschweren, wenn nicht sogar praktisch unmöglich zu machen. Irgendwie will mir das nicht in den Kopf. Muss ich, wenn ich konservativ bin, gleich alles in Frage stellen, was uns voranbringt? Ist der Konservative nicht um das "Erhalten" bemüht, und somit auch um das Erhalten unserer Umwelt? Gerade Rüttgers als ehemaliger "Zukunftsminister" und selbst ernannter Förderer fortschrittlicher Technologien hätte hier doch die Chance gehabt sich auch innerhalb der CDU als wirklicher Erneuerer zu positionieren. Chance schon nach drei Monaten vertan!!

Irgendwie bin ich dann ja doch immer bemüht, dass Positive zu sehen und was kann es hier sein? Unter der neuen Kanzlerin fällt es dann doch gleich viel leichter über "die da in Berlin" zu meckern. Wahrscheinlich wird im Laufe der nächsten Zeit auch die Demonstrationskultur eine neue Blüte erleben. Gründe um auf die Strasse zu gehen werden sich genügend finden lassen: Rolle rückwärts in der Atomenergie, Unterjubeln von Genfood, deutsche Soldaten in den Iran oder weitere Schritte auf dem Weg zum Überwachungsstaat. Da sehe ich doch vor meinem geistigen Auge schon wieder die roten Fahnen wehen und die rote Sonne auf gelbem Grund lachen.



Eine ganz, ganz winzige Spur von Hoffnung habe ich ja dann doch noch. Wie war es noch vor drei Jahren? Am Sonntagabend bin ich noch mit Edmund Stoiber als Kanzler ins Bett gegangen und mit Gerhard Schröder wieder aufgestanden. Aber wiederholen sich Wunder? Die Erfahrung spricht dagegen. Ist Fortuna ein zweites mal Deutscher Meister geworden? Eben!
Aber damit eins mal klar ist: An mir wird's nicht scheitern. Ich bin unschuldig!!!


Donnerstag, September 15, 2005

Es war in Königswinter (Die 3 Colonias)

Wenn weitgereister Besuch kommt, in diesem Fall Schwiegermutter Agneta aus Finnland, dann ist man als guter Gastgeber bemüht auch ein ansprechendes Ausflugsprogramm anbieten zu können. Nachdem sie bei ihren bisherigen Besuchen bereits alle touristischen Highlights Düsseldorfs gesehen hatte und sogar schon in der verbotenen Stadt rheinaufwärts war um sich die dortige (wohl recht bekannte) Kirche anzuschauen, mussten wir uns nun in etwas abgelegenere Gefilde begeben. Die Wahl fiel auf Königswinter mit seinem Drachenfelsen.

Die ganze Zeit über wurde ich das Gefühl nicht los, per Timewarp direkt in den Familienurlauben meiner eigenen Kindheit gelandet zu sein. Während die Klassenkameraden am ersten Schultag nach den Ferien von Reisen ans Mittelmeer oder auf die Kanaren erzählten, war ich immer froh wenn ich keinem erzählen musste, dass ich mit meinen Eltern in der Lüneburger Heide oder der Eifel war. Damals wie heute sind die kleinen Ausflugsorte vornehmlich von Rentnern bevölkert, die sich mühsam von einem Terassencafé ins nächste schleppen.
Nun waren wir also mittendrin, in der Perle es Siebengebirges. Und was muss ich sagen? Richtig schön war es dort. Komme ich etwa langsam in die Jahre, in denen ich mich für schöne Aussichten und gewundene Wanderwege begeistern kann? Sieht ganz so aus. Schon bei unserer Miniwanderung durchs Neandertal, eine Woche zuvor, habe ich mich dabei ertappt, dass ich die Ruhe und den Wald sehr genossen habe und im Kopf (und später sogar im Internet) schon die nächsten Wanderungen geplant habe.
Allen, die sich selbst zumindest als natur-affin bezeichnen würden, sei hier auch das Buch "Du musst wandern" von Manuel Andrack, genau der Schmidt-Andrack, empfohlen. Dieses Buch schenkt uns Mittdreissigern die Legitimation, Trekkingschuhe und Brotzeitdosen cool finden zu dürfen.
Jetzt muss ich aber wieder die Kurve nach Königswinter kriegen. Ach ja, ist ganz leicht. Man hätte wunderbar auf den Drachenfels hochwandern können. Da die ersten Meter des Wegs dort hin aber bereits erschreckend steil aussahen und beim Gedanken an den zu schiebenden Kinderwagen gleich als völlig unbezwingbar erschienen, vertrauten wir uns der Drachenfelsbahn an. Ein Gefährt aus den Fünfziger Jahren, entsprechender Charme inklusive, dessen ebenso schnauzbärtiger wie schweigsamer Fahrer uns für einen Obolus von insgesamt 25€ (hin und zurück) nun auf den Drachenfels brachte. Der Drachenfels selbst ist ein hübsch anzusehender Berg, der mit einer wunderbaren Aussicht zu beeindrucken weiß. Leider haben sich einige ignorante Architekten zu Beginn der Siebziger schwer an ihm versündigt. Dem recht schnuckeligen Café aus den Fünfzigern wurde ein gräßlicher Betonkomplex zur Seite gestellt. Grau, wuchtig, einfach häßlich. Wenn Hitler das noch gesehen hätte, ich bin sicher er hätte seine sieben Sachen vom Obersalzberg gepackt und wäre auf den Drachenfels umgezogen. Das hätte ihm gefallen.
So fiel es uns also nicht schwer uns von diesem traurigen Anblick zu trennen und im Tal einen Federweissen zu schlürfen und nach einem kleinen Rundgang durchs Städtchen die Regionalbahn nach Düsseldorf zu besteigen. Etwas eigentümlich mutete mir nur an, dass ich in ganz Königswinter kein Wahlplakat der SPD, dafür aber gleich ein halbes Dutzend der "Partei bibeltreuer Christen" gefunden habe. "Münte, Du musst mal ein Auge auf den OV-Königswinter werfen. Irgendwas läuft da nicht rund!"

Mehr Fotos hiervon gibt s natürlich im Fotoblog zu bewundern!

Tomorrow's World Today (10cc)



Neuigkeiten von Google! Jetzt wird nicht mehr nur das WWW durchforstet, sondern auch die Blogosphäre. Der neue Service funktioniert wunderbar.

Erster Test:
Suche nach "Ralph Moeller".
Selbst bei "Sortierung nach Relevanz" erscheint an zweiter Stelle bereits "Düsseldorfin Sanomat"!

Zweiter Test:
Suche nach "Sanomat".
Unter "Verwandte Blogs" findet man nicht nur "Düsseldorfin Sanomat", sondern auch das inzwischen ja leider nicht mehr von mir gepflegte "Sanomat International".

Also ein neues Highlight. Bei der Gelegenheit sei jedem auch noch mal das tolle Gesamtangebot von Google ans Herz gelegt:
- Google Earth
- Google Talk
- Blogger
- hello
- Picasa

Mir ist bewußt, dass mancher ein ungutes Gefühl bei der Benutzung von Google-Produkten haben mag, aber man denke daran, dass Google nichts mit meinen Daten anstellt, dem ich nicht zustimme. Solange Google sich an seine eigene Firmenphilosophie hält, sehe ich dem also gelassen entgegen.

Montag, September 12, 2005

Das Team (Samy Deluxe)

Was haben diese drei gemeinsam?



Von oben nach unten:

1. Peter Neururer:
Anerkannter Fußballphilosoph. Hat ausnahmslos jeden Verein an den Abgrund geführt, manchen auch noch einen Schritt weiter. Stammgast im Arbeitsamt Essen.

2. Christiane zu Salm:
Bereicherte einst die deutsch Fernsehlandschaft um den Call-in Sender 9live. Unterprivilegierte in den finanziellen Ruin zu treiben ist ihr also vertraut.

3. Ralph Moeller:
Bademeister aus Recklinghausen, der mit Hilfe von selbst angefertigten Fotomontagen seit Jahren glaubhaft zu machen versucht, mit Arnold Schwarzenegger befreundet zu sein. Weitere Reputationen sind nicht bekannt.

Und eben diese drei Gestalten sind Mitglieder in Angela Merkels Unterstützer-Team!
Eine Tatsache, die mich ein wenig gelassener auf den kommenden Sonntag blicken läßt.

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